{"id":472,"date":"2005-01-20T11:37:07","date_gmt":"2005-01-20T09:37:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?p=472"},"modified":"2014-07-04T12:48:47","modified_gmt":"2014-07-04T10:48:47","slug":"nichts-zu-verlieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/?p=472","title":{"rendered":"Nichts zu verlieren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?attachment_id=228\" rel=\"attachment wp-att-228\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/nichts_klein.jpg\" alt=\"\" title=\"nichts_klein\" width=\"99\" height=\"132\" class=\"size-full wp-image-228\" \/><\/a>(B\u00fchne und Kost\u00fcm)<br \/>\nText: Marilyn Felt<br \/>\nRegie: Christian Sch\u00e4fer<br \/>\nTheater Augsburg, Kom\u00f6die<br \/>\nPremiere: 20.01.05<a href=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?attachment_id=98\" rel=\"attachment wp-att-98\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-nichts.jpg\" alt=\"\" title=\"01-nichts\" width=\"402\" height=\"267\" class=\"alignnone size-full wp-image-98\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-nichts.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-nichts-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><a href=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?attachment_id=109\" rel=\"attachment wp-att-109\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-nichts.jpg\" alt=\"\" title=\"02-nichts\" width=\"402\" height=\"267\" class=\"alignnone size-full wp-image-109\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-nichts.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-nichts-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/a><br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?attachment_id=121\" rel=\"attachment wp-att-121\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-nichts.jpg\" alt=\"\" title=\"03-nichts\" width=\"402\" height=\"267\" class=\"alignnone size-full wp-image-121\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-nichts.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-nichts-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?attachment_id=132\" rel=\"attachment wp-att-132\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/04-nichts.jpg\" alt=\"\" title=\"04-nichts\" width=\"402\" height=\"267\" class=\"alignnone size-full wp-image-132\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/04-nichts.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/04-nichts-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/a><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Bayerische Staatszeitung<\/strong> 4. Februar 2005 von P. Plocher<\/p>\n<p><strong>Psycho-Duell \u00fcber den Wolken<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Nichts zu verlieren&#8216; von Marilyn Feit im Theater Augsburg <\/p>\n<p>&#8222;Nichts zu verlieren&#8220;, eine gewaltt\u00e4tige Mischung aus Rei\u00dfer, Psychokrimi und Kolportage, schildert die Etappen einer Flugzeugentf\u00fchrung und konfrontiert dabei neunzig atemlose und spannende Minuten lang einen hochfanatisierten arabischen Terroristen mit einer amerikanischen Psychologin, die sich v\u00f6llig von den Wurzeln ihrer j\u00fcdischen Herkunft gel\u00f6st hat.<br \/>\nDass seit der Urauff\u00fchrung des St\u00fcckes vor anderthalb Jahrzehnten der Terrorismus rings um den Globus eine Blutspur hinter sich herzieht, die immer breiter anschwillt, zeigt der t\u00e4gliche Blick auf die Schlagzeilen und in die Femsehnachrichten. Die Terrorakte auf israelischem und pal\u00e4stinensischem Gebiet, die Situation im Irak und der 11. September, um nur die finstersten Dauerbrenner dieses Horrorszenarios zu erw\u00e4hnen, geben weniger denn je Anlass zu Optimismus. Und dass zur Zeit der Deutsche Bundestag dar\u00fcber debattiert, ob auf Befehl des Verteidigungsministers ein entf\u00fchrtes Passagierflugzeug abgeschossen werden darf, falls es dicht besiedelten Wohnraum \u00fcber der Bundesrepublik ansteuert, zeigt, wie fatal und ausweglos die Situation ist.<\/p>\n<p>So besehen ist Marilyn Felts Theaterst\u00fcck mit seinem halb-, nein viertelwegs angedeuteten happy end (der Terrorist verhilft der Passagierin zur Flucht) fast schon eine r\u00fchrende Utopie von gestern. Die Botschaft, dass T\u00e4ter und Opfer einander n\u00e4her kommen, ist schlicht zu sch\u00f6n, um wahr zu sein. Al-Khaida und ihresgleichen haben der Geschichte des Terrorismus schon l\u00e4ngst auch das winzigste Hoffnungsf\u00fcnkchen ausgeblasen. Die Kidnapping-Dokumentation des letzten Jahrzehnts zeigt, dass es allenfalls zu panikartigen Solidarisierungsversuchen der Entf\u00fchrten mit ihren Peinigern kommt. Zu lachen, liebes Augsburger Publikum, gibt es da eigentlich gar nichts. <\/p>\n<p>Regisseur Christian Sch\u00e4fer inszeniert z\u00fcgig, straff und konsequent und kreiert dabei eine dichte Atmosph\u00e4re voll zerst\u00f6rerischer Angst und Ausweglosigkeit. Sie ist eingebettet in das von Hella Prokoph lebensecht und bis aufs letzte T\u00fcpfelchen detailverliebt nachgestellte Interieur einer Boeing 747.<br \/>\nFrank Siebenschuh spielt den motorisch wie rhetorisch hochexplosiven Ahmed, eine lebende Bombe, prall gef\u00fcllt mit atavistischem Glaubenseifer, mittelalterlichen Macho-Parolen und blindw\u00fctig hinausgebr\u00fclltem Hass auf den j\u00fcdischen Erzfeind und den US-Imperialismus. Sein Zorn z\u00fcngelt immer gef\u00e4hrlicher in Richtung der zutiefst ver\u00e4ngstigten Barbara, die von Nicole Schneider unter Aufbietung aller seelischen wie k\u00f6rperlichen Verzweiflungs-Register nicht minder beeindruckend umgesetzt wird. Sie durchlebt und durchleidet in dieser Ausnahmesituation mit hingebungsvoller Glaubw\u00fcrdigkeit alle Stationen ihrer Existenz, von der smarten Intellektuellen \u00fcber die abgrundtief verzweifelte Mutter eines kleinen Jungen bis zur geschundenen und gedem\u00fctigten Kreatur, die nur noch auf die vegetativen Reaktionen ihres K\u00f6rpers reduziert ist. Eine feine, mit unendlich vielen Vorh\u00e4ngen belohnte Leistung eines hochklassigen Ensembles, gedacht auch als Beitrag zu ,,Pax 2005&#8243;, dem Augsburger Friedensjahr. Das St\u00fcck k\u00f6nnte aktueller nicht sein &#8211; leider doch. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(B\u00fchne und Kost\u00fcm) Text: Marilyn Felt Regie: Christian Sch\u00e4fer Theater Augsburg, Kom\u00f6die Premiere: 20.01.05<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/472"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/472\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}<!-- WP Super Cache is installed but broken. 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