{"id":169,"date":"2009-02-12T18:52:19","date_gmt":"2009-02-12T17:52:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/?p=169"},"modified":"2022-11-10T15:28:15","modified_gmt":"2022-11-10T14:28:15","slug":"amoklauf-mein-kinderspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/?p=169","title":{"rendered":"Amoklauf mein Kinderspiel"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-218\" title=\"amok_klein\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/amok_klein.jpg\" alt=\"Amoklauf mein Kinderspiel\" width=\"99\" height=\"132\" \/><\/p>\n<p>B\u00fchne und Kost\u00fcme<br \/>\nText: Thomas Freyer<br \/>\nRegie: <a href=\"http:\/\/www.katjalangenbach.de\" target=\"_blank\">Katja Langenbach<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.theatersg.ch\/\" target=\"_blank\">Theater St. Gallen<\/a>, Studio<br \/>\nPremiere: 12.02.09<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-92\" title=\"01-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-amok.jpg\" alt=\"01-amok\" width=\"402\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-amok.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/01-amok-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-103\" title=\"02-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-amok.jpg\" alt=\"02-amok\" width=\"402\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-amok.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/02-amok-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-114\" title=\"03-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-amok.jpg\" alt=\"03-amok\" width=\"402\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-amok.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/03-amok-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"04-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/04-amok.jpg\" alt=\"04-amok\" width=\"402\" height=\"267\" \/><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-137\" title=\"05-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/05-amok.jpg\" alt=\"05-amok\" width=\"402\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/05-amok.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/05-amok-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-145\" title=\"06-amok\" src=\"http:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/06-amok.jpg\" alt=\"06-amok\" width=\"402\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/06-amok.jpg 402w, https:\/\/www.hellaprokoph.de\/wp-content\/uploads\/06-amok-150x100.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 402px) 100vw, 402px\" \/><\/p>\n<p><object width=\"400\" height=\"300\"><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=9124517&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0\" \/><embed src=\"http:\/\/vimeo.com\/moogaloop.swf?clip_id=9124517&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowfullscreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\" width=\"400\" height=\"300\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><!--more--><strong>Thurgauer Zeitung<\/strong>, 14.02.09<\/p>\n<p>Beklemmendes Sandkastenspiel<\/p>\n<p>Im Studio des Theaters St. Gallen hatte Thomas Freyers St\u00fcck &#8222;Amoklauf mein Kinderspiel&#8220; Premiere. Ein harter, be\u00e4ngstigender Theaterabend, der jedoch rund um das Gewaltthema nie die Grenze unzul\u00e4ssig \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>Amok im Theater ist viel schrecklicher, als man es sich vorstellt. Wie muss das erst in der Realit\u00e4t sein?<br \/>\nUnvorstellbar. Das Unvorstellbare hat Regiseurin Katja Langenhach jetzt auf die B\u00fchne gebracht. Dass sie von der Wucht des Textes ergriffen ist, sp\u00fcrt man den ganzen achtzig Minuten langen Theaterabend im Studio des Theaters St. Gallen.<br \/>\nAutor Ihomas Freyer hat das St\u00fcck &#8222;Amoklauf mein Kinderspiel&#8220; unter dem Eindruck der Bluttat 2002 in einer Erfurter Schule geschrieben. Und jede Zeile ist voll von dieser Betroffenheit, von diesem Verstehen-Wolen, von der Suche nach den Ursachen solch m\u00f6rderischer Wut.<br \/>\nDie junge M\u00fcnchner Regisseurin stellt die Wortgewalt des Textes in den Vordergrund und changiert in den zwei Teilen des St\u00fcckes gekonnt zwischen den Ebenen. Im ersten Teil wird versucht, die Psyche der beiden T\u00e4ter und der T\u00e4terin auszuleuchten.&#8220;E&#8220;, &#8222;T&#8220; und &#8222;C&#8220; heissen sie einfach, sind austauschbar. Eine faszinierende Regie-Idee ist es, diese drei in einem Terrarium hinter einer Glaswand einzusperren. Best\u00fcrzt schaut man als Zuschauer in diesen K\u00e4fig von Jugendlichen, die in einem beklemmenden Sandkastenspiel ihre Psyche offenlegen, die ihren Lebensraum voll Enge, K\u00e4lte, Perspektivlosigkeit und Verzweiflung artikulieren.<\/p>\n<p>Quasi als Zoobesucher<br \/>\nDie Glaswand wird mit Erde beworfen, bespuckt, die H\u00e4nde dr\u00fccken sich ab, K\u00f6rper schlagen dagegen. Mit an die Scheibe gequetschtem Gesicht pressen sie ihren Hass aus den M\u00fcndern. \u00abDer Schlamm steht mir bis zum Ha1s\u00bb, sagt die weibliche Protagonistin. Die drei bewegen sich im Grenzgebiet, wie sie selbst sagen. Be\u00e4ngstigend, wenn man quasi als Zoobesucher das Psychogramm dieser jugendlichen Gewaltt\u00e4ter \u00abmitlesen\u00bb muss. Und Autor Thomas Freyer heischt hier durchaus um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Jugendlichen, die in einer solchen Welt zu Amokl\u00e4ufern werden.<\/p>\n<p>Regisseurin Katja Langenhach l\u00e4sst jetzt eine T\u00fcr des Terrariums aufgehen und schickt ihr Schauspieler-Trio auf gelbe Ger\u00fcste rings um den Zuschauerraum (Ausstattung\/B\u00fchnenbild: Hella Prokoph). Jetzt herrscht Ausnahmezustand im mit Plastikfolien bedeckten Zuschauerraum. Der Amoklauf beginnt. Ist er echt, oder ist es noch ein von skandierten Cornputerspielformeln begleitetes Kinderspiel, wie der zweite Teil des Theatertitels ja lautet?<br \/>\nDiese Schwebe beklemmend zu inszenieren ist nach der Terrarium-Idee die zweite gelungene Regie-S\u00e4ule dieses anstrengenden Theaterabends. Phrasen wie &#8222;Nichts als ein alberner Bauchschuss&#8220; oder &#8222;Mein Ausnahmezustand wird in Kraft treten&#8220; zeigen nach dem Versuch im ersten Teil, das Innenleben eines angehenden Amokl\u00e4ufers zu definieren, jetzt den Gr\u00f6ssenwahn, den Rausch eines kurzlebigen Machtgef\u00fchls hautnah. Da erlebt man ein paar Meter entfernt, wie der Schuldirektorin die Pistole in den Mund gehalten wird.<\/p>\n<p>Die Besucher als Zielscheibe<br \/>\nDer \u00abgespielte\u00bb Blutrausch hinterl\u00e4sst auf den T-Shirts der Schauspieler und am Boden seine grausigen Spuren. Kunstgriff der Regie: Hat man im ersten Teil das Terrarium durch eine Sicherheitsscheibe gefahrlos beobachten k\u00f6nnen, befindet man sich im zweiten Teil unmittelbar selbst im Terrarium, im Kampfgebiet, wo man dem Lauf des Hasses tatenlos zusehen muss und mittels Lichtkegeln selbst zur Zielscheibe wird.<br \/>\nDie Regie lotet den Text intensiv aus, hat aber keine Scheu, Gewalt und Blutvergiessen un\u00e4ngstlich zu dosieren. Bloss angedeutet ist da nichts. Und trotzdem beherrscht Katja Langenbach die genaue Grenzlinie des gerade noch Zul\u00e4ssigen von Brutalit\u00e4t. Grosse Leistungen vollbringen die drei Schauspieler Andrea Haller, Romeo Meyer und Dominik Kaschke. Nicht nur mit der anspruchsvollen Auslotung solcher Rollen, sondern mit sprachlich packendem Drive und auf den langen Ger\u00fcstszenen auch mit einiger akrobatischer Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Das karge, aber umso eindrucksvollere B\u00fchnenbild von Hella Prokoph unterst\u00fctzt die be\u00e4ngstigende Atmosph\u00e4re nachhaltig. Woher kommt der Hass, der zum Amok f\u00fchrt? Der Text von Thomas Freyer probiert da alles auszuloten, was es an Gr\u00fcnden gibt. Ein letztes Geheimnis dieser in den letzten Jahren h\u00e4ufigeren Grenz\u00fcberschreitung bleibt.<br \/>\nKatja Langenbach hat ein aufr\u00fcttelndes Jugendst\u00fcck auf die B\u00fchne gebracht. Sie hat keine Angst vor Direktheit und verliert trotzdem nie die Kontrolle \u00fcber das Geschehen.<br \/>\nDas St\u00fcck ist ein harter Theaterabend, aber eben Theater. Und durch die theatralen Mittel ist es kein St\u00fcck Gewalt, sondern immer ein St\u00fcck \u00fcber Gewalt. Das ist nicht wenig. Die Frage bleibt: Soll man dieses St\u00fcck Schulklassen empfehlen? Ein vorsichtiges Ja. \u00abAmoklauf mein Kinderspiel&gt;&#8216; braucht allerdings sehr viel Vorbereitung im Klassenzimmer. Die Nachbereitung in Form von anschliessenden Diskussionen bietet das Theater St.Gallen nach jeder Vorstellung.<br \/>\nMARTIN PREIS-&lt;ER<\/p>\n<p><strong>St.Galler Tagblatt<\/strong>, 14. Februar 2009<\/p>\n<p>Ach, lach, mach dich tot<\/p>\n<p>Im Studio des Theaters St. Gallen hatte das Jugendst\u00fcck \u00abAmoklauf mein Kinderspiel\u00bb Premiere.<br \/>\n\u00abSandkastenspiel\u00bb \u00fcber den Ernst des Lebens an der Peripherie des allzeit M\u00f6glichen.<\/p>\n<p>RRIGITTE SCHMID-GUGLER<br \/>\nOhne Punkt und Komma kommt der Titel des St\u00fccks daher: &#8222;Amoklauf mein Kinderspiel&#8220;. Und genauso interpunktionsabwesend ist die Sprache von Thomas Freyer, des jungen deutschen Dramatikers. Immer wieder wird man w\u00e4hrend des vordergr\u00fcndig harmlosen Sandkastenspiels an Heiner M\u00fcller und dessen St\u00fcck &#8222;Totenfloss&#8220; erinnert, das im Jahr von Tschernobyl am gleichen Ort aufgef\u00fchrt worden war. Ein Endzeitst\u00fcck f\u00fcr Endzeitmenschen, die &#8222;Checker&#8220; hiessen, auch sie gekleidet in eine Art Uniform, die Sprache ein Verschnitt zwischen SchluckaufStakkato und M\u00fcll &#8211; Tr\u00fcmmerdeutsch. Namenlos, leer die Blicke der zwei M\u00e4nner und der einen Frau, die Tr\u00e4ume nach Verwesung stinkend.<br \/>\nBei Thomas Freyer, aufgewachsen im fr\u00fcheren ostdeutschen Gera, Jahrgang 1981, ist der SuperGAU nicht die vernichtende Umweltkatastrophe in Xanten, es gen\u00fcgt, das ganz allt\u00e4gliche Leben als gr\u00f6sster anzunehmender Unfall in die eigene Haut zu ritzen.<\/p>\n<p>Taub am Leben<br \/>\nWie M\u00fcller gibt auch Freyer die Menschen namenlos, es sind auch bei ihm drei an der Zahl. Zwei junge M\u00e4nner, eine junge Frau in Schuluniforinen. Der &#8222;K\u00e4fig&#8220; (Ausstattung Hella Prokoph), in welchem sie stehen, ist aus Glas, es k\u00f6nnten auch die Fenster der Turnhalle sein, in die sie im zweiten Teil des St\u00fccks eindringen werden, bewaffnet mit schwerer Munition.<br \/>\nAlles nach Zeitplan. Doch vorerst pressen sie die choral gesprochene Sprachlosigkeit aus sich heraus wie ein Stundengebet. Andrea Haller, Romeo Meyer und Dominik Kaschke sind E, T und C, und man liest die drei Grossbuchstuhen-Nobodys gerne auch als Verweis auf &#8222;etc&#8220;, auf &#8222;und so weiter&#8220; oder &#8222;und die \u00fcbrigen&#8220;.<br \/>\nDie jugendlichen Gem\u00fcter auch am Freitag, wenn es von Mutter gekochten W\u00fcrstchengulasch gibt, kalt und frustriert, die Herzen unverstanden, \u00fcberh\u00f6rt, \u00fcbergangen, \u00fcbersehen. Obwohl doch, wie die Eltern (immer zitiert von E, T, und C) mit erstarrtem L\u00e4cheln behaupten: &#8222;Es geht uns gut!&#8220;. Die Wohlf\u00fchl-Community besteht aus get\u00e4tigten Grosseinkaufen im &#8222;Kaufland&#8220; und telefonischen Neubestellungen bei &#8222;Otto&#8220; &#8211; es k\u00f6nnte auch die &#8222;Migros&#8220; sein.<br \/>\nHingeklatscht wie tote Fliegen, kleben die Gesichter der Jungen am Glas. Wo die Haut mit der Scheibe in Ber\u00fchrung kommt, schl\u00e4gt der Schatten einen Fleck wie eingedicktes Blut, Konstante \u00dcbelkeit. Zum Kotzen alles. Die Lehrerin wischt ihre Stasi-Vergangenheit mit dem Schwamm aus dem Ged\u00e4chtnis wie die W\u00f6rter von der Tafel. Und der Schulabwart \u00fcbermalt das \u00fcber die Eingangst\u00fcre geschmierte Hakenkreuz vor Schulbeginn, bevor es jemand sieht. Im Sandkasten der grossen Kinder herrscht Ausnahmezustand.<\/p>\n<p>Durchladen<br \/>\nDie Illusionsburgen werden zerstampft. Der Freiheitsstrand wird umgeschaufelt, die K\u00f6rner werden zu Wurfgeschossen, zu Schlachtmaterial. Raus aus dem K\u00e4fig und rein in den Kampf- Prokoph steckt das Trio in die Kluft virtueller Krieger. &#8222;Amoklauf mein Kinderspiel&#8220; ganz elend ernst geworden. Durch Masken verfremdete Stimmen rufen sich beim Durchk\u00e4mmen des Feindeslandes Befehle zu: &#8222;Headshot!.Enemy Down!&#8220;. Das ganze beschissene Leben durch einen einzigen Buchstaben ersetzen. Schiss haben z\u00e4hlt nicht, &#8222;schiess endich!&#8220;, der Deutschlehrerin einen Bauchschuss verpassen und dabei an Sahnetorte denken. Mit Verlusten ist zu rechnen. Die Kollateralsch\u00e4den werden am Schluss des Kriegsspiels im Kunstraum der Schule liegen, der zur Leichenhalle umfunktioniert wurde.<br \/>\nAbgeknallt. Ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Eine Orgie von Blut und Zerst\u00f6rung. Gef\u00fchle zeigen tut nur weh.<br \/>\nDie lapidar aufgez\u00e4hlte &#8222;Statistik&#8220; des Berichterstatters klingt wie jede andere von der wirklichen Kriegs- und Totmacherfront. Unsentimental. Sachlich nachgef\u00fchrt nach Gewinnen und Verlusten. Ob die digital tranchierten Hirnscheiben von toten Amokl\u00e4ufern etwas f\u00fcr die Wissenschaft herg\u00e4ben?<\/p>\n<p>Filmriss<br \/>\nDie Regisseurin Katja Langenbach hat Thomas Freyers Spiel zwischen Gut und B\u00f6se in diesem leicht \u00fcbertretbaren Grenzbereich angesiedelt. Die zwischen Fiktion und Wirklichkeit flirrenden S\u00e4tze in schmerzhaft scharf eingestellte Bilder gesetzt, so dass die \u00dcberg\u00e4nge im Kopf fliessend sind und sehr nahe an den Tschanuns, Leimbachers, in Amtsstuben, in Schulen wie Erfurt, Red Lake, Emsdetten etc. Wenn die drei Ballerleute das Schiessterrain betreten, und unsere Augen ihrem (Affen-)Klettern \u00fcber das Gel\u00e4nder folgen, wo sie ihre Schiesswaffen montieren, mit kaltem Blick die Situation &#8222;checken&#8220;, dann wird einem angst und bange. Im dichten Nebel schliesslich alles ausger\u00e4uchert. Die Theaterleichen, in mit Kunstblut getr\u00e4nkten Leibchen, stehen auf. Applaus! Es geht uns, den \u00dcbrigen, gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fchne und Kost\u00fcme Text: Thomas Freyer Regie: Katja Langenbach Theater St. Gallen, Studio Premiere: 12.02.09<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/169"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/169\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hellaprokoph.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}<!-- WP Super Cache is installed but broken. 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